Das Nonsenswörterbuch
- Die Gebrauchsanweisung -
Mit dem "Österreichischen"
ist es so eine Sache. Mit dem Wienerischen wieder eine andere.
Grob betrachtet unterscheidet man zwischen Wienerisch und Wienerisch
und Weanarisch. Sollten Ihnen vor allem die ersten beiden Begriffe
beim Lesen etwas ähnlich vorkommen, versuchen Sie den ersten
nach der Schrift, den zweiten sehr nasal und den dritten mit möglichst
wenig Lippenspannung und oralem Aufwand zu sprechen. |
Sehen Sie? Es
geht doch.
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| Einerseits entbehrt
die weiche Aussprache, das Ziehen von Lauten und die mitunter bezirkslokale
Färbung nicht eines gewissen Charmes, besonders für das
deutschsprachige Ausland. Andererseits ist das gesprochene Wienerisch
so etwas wie Schriftdeutsch auf akustischer Sparflamme. Mal ganz
abgesehen von den typischen Dialektausdrücken, die ohnehin
nur lautmalerisch zu notieren sind. Im Dialekt einer Sprache spiegeln
sich, in Spurenelementen erkennbar, die Lebensumstände, der
Charakter und die Herkunft der Ur- Bevölkerung wider. |
Das Tirolerische
zum Beispiel ist, um nur eine Charakteristik herauszustreichen,
mit seinen an eine chronische Halskrankheit erinnernden Rachenlauten
"k" und "ch" hart und gnadenlos,
wie das raue Leben in den Bergen. Das Wienerische hingegen pendelt
zwischen slawischer Melancholie, monarchistischer Untergebenheit
und ungarischem Paprika. Mancher fragt sich zuweilen, warum man
diesen Dialekt nicht gleich im ¾-Takt spricht ... |
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Manchmal hilft
es, die Wörter ein bisschen schlampig auszusprechen. Hin und wieder
wird auch Ihre Assoziationsgabe gefordert. Dann und wann sollte
man einfach nur laut lesen, was da steht, bisweilen macht ein Buchstabe
den kleinen Unterschied.
Ganz egal, ob Wienerisch oder nicht.
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Alles
klar? Los geht's!
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Andy Woerz * Das Nonsenswörterbuch
* mein Nonsens *
Das Nonsenswörterbuch
* Andy Woerz
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